Hochsensibilität bei Babys

Hochsensibilität ist keine Krankheit, sondern ein Wesenszug, welcher (so heißt es) vererbt wird. Es ist zwar nicht nimmer ganz so offensichtlich aber ja, diese feine und tiefe Wahrnehmung ist teilweise auch schon bei Babys erkennbar.

Als ich 2013 mit meinem Sohn schwanger wurde, hatte ich noch nichts von Hochsensibilität gehört. Als er dann auf der Welt war, mussten wir uns mit einer Vielzahl von Problemen und Herausforderungen auseinandersetzen.

Es tauchten viele unerklärliche Probleme auf:

  • er entwickelte mit 3 Monaten eine extreme Milchallergie
  • bekam mit dem Zufüttern diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • bekam schlimme Hautausschläge und Neurodermitis am ganzen Körper
  • reagierte sehr stark auf Medikamente und Impfungen
  • weinte viel und wollte immer nur bei mir sein

Als ich dann über das Thema Hochsensibilität gestolpert bin, erlebte ich einen jener Aha-Momente, die man so schnell nicht wieder vergisst. All die merkwürdigen Reaktionen und die enorme Sensibilität meines Kindes ergaben plötzlich einen Sinn.

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Ist mein Baby hochsensibel?

Die Hochsensibilität kann bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgesprägt sein und ist manchmal auch gar nicht so offensichtlich. Deswegen bitte ich Sie, sich die nachfolgenden Punkte in Ruhe durchzulesen und zu schauen, wo Sie Ihr Baby wiedererkennen.

Auf ein Kind passen vielleicht 10 der nachfolgenden Aussagen, auf ein anderes vielleicht 4, diese jedoch in hohem Maße. Beides ist möglich.

Mein Baby…

  • … mag keine lauten Geräusche, Töne oder Musik.

  • … mag keine intensiven Gerüche.

  • … mag kein grelles Licht.

  • … verfolgt oft jeden meiner Schritte und beobachtet alles und jeden ganz genau.

  • … klammert sehr und möchte am liebsten permanent bei mir/uns sein.

  • … reagiert sensibel auf meine Stimmung. Wenn ich zum Beispiel gereizt und gestresst bin, fängt es an zu weinen oder zu schreien.

  • … reagiert stark auf Temperaturschwankungen.

  • … ist sehr schmerzempfindlich (z.B. sind Verdauungsstörungen oft sehr herausfordernd).

  • … reagiert stark auf Medikamente/Impfungen.

  • … mag es nicht, wenn zu viele Besucher da sind, zu viel Trubel ist oder wir zu viel unterwegs sind.

  • … findet nach einem aufregenden Tag meist nur sehr schlecht in den Schlaf.

  • …  hat oft Hautausschläge (z.B. Neurodermitis).

  • … hat Allergien und/oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten (starke Reaktionen wie viel Weinen, Bauchweh, Blähungen, Durchfall, Hautausschlag).

  • … scheint manchmal grundlos zu schreien und kann sich manchmal nur sehr schwer beruhigen.

  • … ist bei Kontakt mit neuen Personen oder in neuen Situationen eher schüchtern und zurückhaltend und schaut sich alles erstmal genau an.

Worauf sollten Eltern achten?

„Um ein außergewöhnliches Kind großzuziehen, muss man bereit sein, sich auf ein außergewöhnliches Kind einzulassen.“ ~ Elaine Aron

  • Grundlegend gilt: je weniger Reize, desto besser

    • Vermeiden Sie zu viel Trubel und achten Sie auf ausreichend viele Ruhephasen für sich und Ihr Baby.
    • Halten Sie die Umgebung für Ihr Baby schlicht und möglichst reizarm.
  • Struktur und Rituale einführen
    Hochsensible Kinder reagieren sehr positiv auf wiederkehrende Abläufe, da sie ihnen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Versuchen Sie, einen möglichst gut strukturierten Tagesablauf und kleine Rituale (zum Beispiel vor dem Zubettgehen) einzuführen. Dies kann Ihnen und Ihrem Kind das Leben enorm erleichtern. 🙂

  • Stillen Sie nach Bedarf
    Hochsensible Kinder erleben Hungergefühle intensiver als Normalsensible Kinder. Daher kann es sein, dass sie vielleicht nach 1 oder 1 1/2h wieder Hunger haben und was trinken wollen. Gehen Sie auf Ihr Kind ein und stillen/füttern Sie nach Bedarf.

  • Je weniger negative Umwelteinflüsse, desto besser

    • qualitätiv hochwertige Nahrung anbieten
    • Strahlungen minimieren
    • scharfe Reinigungsmittel weglassen
  • Nutzen Sie neben dem Kinderarzt auch ganzheitliche und alternative Heilmethoden

    • Heilpraktiker (Bioresonanztherapie)
    • Osteopath
    • Homöopath (persönliches Konstitutionsmittel finden)

Bücher, die weiterhelfen

Nachfolgende Bücher kann ich wärmstens zum Thema Hochsensibilität bei Kindern empfehlen:

  • Das hochsensible Kind – Wie Sie auf die besonderen Schwächen und Bedürfnisse Ihres Kindes eingehen von Elaine N. Aron
  • Mein Kind ist hochsensibel – was tun?: Wie Sie es verstehen, stärken und fördern von Rolf Sellin
  • Mein hochsensibles Kind von Cordula Roemer und Dr. Med. Suzann Kirschner-Brouns
  • Hochsensibel – Leichter durch den Alltag ohne Reizüberflutung von Dr. Med. Suzann Kirschner-Brouns und Cordula Roemer
  • Empfindsam erziehen: Tipps für die ersten 10 Lebensjahre des hochsensiblen Kindes von Julie Leuze
  • weitere Buch- und Literaturempfehlungen
Buchempfehlungen

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